Stryker

Stryker

Innovatives Werkzeug für den OP-Saal

In Deutschland, wie auch weltweit gesehen, steigt die Lebenserwartung unaufhaltsam. Zum einen liegt das natürlich an besseren Umständen, wie humaneren Arbeitsbedingungen und einer gesünderen Lebensweise. Zum anderen liegt es aber auch am steigenden Wohlstand und der damit verbundenen besser werdenden medizinischen Versorgung, zu der heute mehr und mehr Menschen einen Zugang haben. Auch wenn wir achtsam leben, oft Sport treiben und uns gesund ernähren, dass unser Körper mit uns altert und so auch gebrechlicher wird, können wir nicht verhindern. Vielleicht haben wir Probleme mit unseren Gelenken oder müssen uns für eine neue Hüfte unters Messer legen.

Diese Problematik hat auch der Medizintechniker Stryker früh erkannt und sich dementsprechend auf dem Markt positioniert. Mit orthopädischen und chirurgischen Implantaten, sowie Operationsinstrumenten und sogar selbstständigen Operationsrobotern ist man bestens aufgestellt.

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Die Entstehung und das Geschäftsmodell der Stryker Corp.:

Homer Hartman Stryker wurde 1894 in Michigan geboren und absolvierte 1913 die Highschool. Anschließend besuchte er das College und begann 1916 an einer kleinen Schule zu unterrichten. Doch nicht lange und er meldete sich bei der U.S. Army, um im 1. Weltkrieg zu dienen. Als er wieder in die USA zurückkehrte, bemerkte er, dass ihm das Lehren zwar große Freude bereitete, er aber lieber etwas mit seinen Händen arbeiten wollte. Als er mit einem Bekannten sprach, der als Arzt in seiner Heimatstadt Kalamazoo praktizierte, wurde sein Interesse an einem Medizinstudium geweckt. Zwar wurde Stryker an der medizinischen Fakultät der University of Michigan aufgenommen, bevor er das Studium aber beginnen konnte, musste er eine Fremdsprachenprüfung ablegen. Da er noch keine beherrschte, suchte er sich bei seiner späteren Frau Mary Jane Underwood Hilfe. Sie unterrichtete Deutsch und Französisch an einer Schule und half Stryker, sodass er sein Studium beginnen konnte.

Nach seiner Ausbildung arbeitete er zuerst in einigen Krankenhäusern, bevor er 1928 in der Innenstadt von Kalamazoo eine Allgemeinpraxis eröffnete. Nach 8 Jahren der Allgemeinmedizin wollte sich Stryker spezialisieren, sodass er eine orthopädische Facharztausbildung begann. Schon während seiner Assistenzzeit an der Uniklinik in Ann Arbor tüftelte er an einem komfortableren Bett für unbewegliche Patienten. Nach seinem Abschluss hatte er die nötigen Mittel, um das Wedge Turning Frame-Bett herzustellen und zu verkaufen. Das Bett war so beliebt, dass auch die Army im 2. Weltkrieg einige davon bestellte. Stryker konnte daraufhin seine ersten Mitarbeiter einstellen und die Orthopedic Frame Company Inc. gründen. Das Unternehmen wuchs schnell und konnte sich mit innovativeren Lösungen für Pflegekräfte und Patienten aufstellen. Strykers Sohn Lee trat 1955 als General Manager ins Geschäft mit ein. Gemeinsam erreichten die beiden schnell einen Umsatz von einer Million US-Dollar. 1964 zog sich Dr. Stryker dann aus dem Geschäft zurück und man änderte den Firmennamen ihm zu Ehre in Stryker Corporation.

Heute ist Stryker eines der weltweit führenden Medizintechnikunternehmen. Hauptsächlich hat man sich in 3 verschiedenen Sparten positioniert. Der Bereich Medizin- und Chirurgie-Ausrüstung sorgt mit OP-Instrumenten, Patiententransportsystemen und kompletten OP-Saal Lösungen für 44% des Umsatzes. Die Orthopädie mit Implantaten und Prothesen für 37% und der Bereich Neurotechnologie erwirtschaftet 19%. Um weiterhin zu wachsen, setzt Stryker auf sinnvolle Geschäftsübernahmen und investiert stark in die Erforschung und Entwicklung von neuen Produkten, die unser Leben angenehmer machen sollen.

Der Stryker Aktienchart

Zahlen | Daten | Fakten

zuletzt aktualisiert am: 29. November 2022
Symbol:
SYK
WKN:
864952
ISIN:
US8636671013
Land:
USA
Marktkapitalisierung:
83.6 Mrd. €
Dividendenrendite:
1.2%
Zahlungsintervall:
quartalsweise
Erste Dividende:
1992

Aussichten

Was passiert in Zukunft bei Stryker?
Die Vorstände von Stryker werden weiterhin ein Auge auf lukrative und passende Unternehmen werfen, die sich für eine Übernahme eignen. Allein seit 2018 Jahren hat man so ganze 7 Firmen übernommen, mit denen man sich einerseits breiter aufstellt, andererseits aber auch wichtiges Know-how ins Unternehmen holt. Die letzte Mega-Übernahme (1,4 Mrd. $) war die K2M Group Holdings, die auf komplexe Wirbelsäulen-Lösungen spezialisiert ist.

Aber Akquisitionen werden nicht die einzigen Wachstumstreiber bleiben. So investiert Stryker einen großen Teil des Gewinns in die Erforschung neuer Produkte – 2018 waren es stolze 862 Millionen Dollar. Bereits heute hat der Medizintechniker über 60.000 verschiedene Produkte im Angebot und diese Zahl wird zukünftig definitiv weiter steigen. Abgesehen von den Faktoren, die Stryker selbst steuern kann, wird man zukünftig aber auch von der wachsenden Weltbevölkerung und der höheren Lebenserwartung profitieren können. Ältere Menschen benötigen nun mal häufiger eine Prothese und andere medizinische Eingriffe – das wird sich auch erst mal nicht ändern. Hier sehe ich für Stryker noch ein enormes Wachstumspotenzial.

Wie steht es denn um die Dividende?
Eine Gewinnausschüttung erhalten Stryker-Aktionäre bereits seit 1992. Seit 1993 wurde die Dividende auch jährlich gesteigert, mit Ausnahme des Finanzkrisenjahres 2009. Von 0,4 USD im Jahr 2008, wurde die Dividende 2009 auf 0,35 USD gesenkt. 2010 hingegen wurde sie wieder ordentlich auf 0,63 USD gesteigert. Seitdem wächst sie auch wieder unaufhaltsam. In den letzten 10 Jahren ergibt sich so eine durchschnittliche Steigerung der Dividende von knapp 25% im Jahr. Da ist es für mich auch verkraftbar, dass die aktuelle Rendite bei “nur” 1% liegt. Die Ausschüttungsquote ist mit 21% noch sehr gering, was ich bei so einem innovativen Unternehmen natürlich gutheiße.

Fazit:
Stryker ist ein sehr breit aufgestellter Medizintechniker, der von Anfang an auf die Bedürfnisse seiner Patienten und Kunden einging. Mit innovativen Lösungen in den Bereichen der Orthopädie, Neurotechnologie und der medizinischen Ausrüstung erwirtschaftet Stryker Jahr für Jahr mehr Geld. In meinen Augen ist die Aktie auch auf dem Allzeithoch interessant – langfristig kann man hier nur profitieren.

Berechnungskriterium
Wert
Punktzahl
Dividendenrendite
1.2 %
3 von 6
Dividendensteigerungsrate (letzte 5 Jahre)
10.2 %
4 von 6
Ausschüttungsquote
43.2 %
5 von 6
Zahlung & Steigerung der Dividende
12 Jahre
3 von 6
Kurszuwachs (letzte 10 Jahre)
320.5 %
3 von 3
Gewinnentwicklung (letzte 5 Jahre)
6 %
2 von 3
Umsatzentwicklung (letzte 5 Jahre)
8 %
3 von 3
Verschuldungsgrad
36.8 %
1 von 3
Gesamtpunktzahl
=
24 von 36

Der Hintergrund

Als ich im Jahr 2018 DividendeOhneEnde startete, suchte ich nach einem Weg schnell und einfach ein Bewertungssystem in meinen Unternehmensvorstellungen zu integrieren. Entstanden ist eine Herzchen-Skala, die abgesehen von einigen Kennzahlen hauptsächlich auf meinem Bauchgefühl beruhte.

Das Problem

Ohne Frage, das eigene Bauchgefühl kann täuschen. Aber auch die Vergleichbarkeit zwischen den Aktien hat unter dem alten Bewertungssystem gelitten. Zu guter Letzt war meine alte Herzchen-Skala eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt des Artikelschreibens.

Die Lösung

Ich habe mir intensiv Gedanken gemacht und lange nach einer Lösung gesucht. Mit meinem heutigen datenbasiertem Berechnungssystem kann ich fortlaufend alle meine Aktien im Blick behalten. Dies macht den DividendeOhneEnde-Score vergleichbar, zumal die Daten regelmäßig aktualisiert werden.

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Benedikt Stafflinger

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Hi, ich bin Benedikt. Als Privatinvestor bin ich oft auf der Suche nach interessanten und lukrativen Dividendenaktien. Wenn ich eine Firma gefunden habe, schaue ich mir gerne das Geschäftsmodell und die Zukunftsperspektiven an. Da ich diese Infos nicht für mich behalten will, habe ich DividendeOhneEnde ins Leben gerufen - die Plattform für solide und wachstumsstarke Dividendenwerte. Hier kannst du noch etwas mehr über mich erfahren ...
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Der Depotplaner inkl. Depot-Tracker

Sehr gut, ein weiteres Unternehmen kennst du nun. Allerdings ist es keine gute Idee, blind alle meine vorgestellten Aktien nachzukaufen. Wie würde ich also ein vernünftiges Dividenden-Depot zusammenstellen? Welche verschiedenen Handelsansätze kann man verfolgen? Und ganz wichtig, wie kann man seine eigene Depotperformance tracken?

Zu diesem Theme machte ich mir sehr viele Gedanken und habe lange daran getüftelt. Stolz darf ich meinen Depotplaner mit 5 verschiedene Musterdepots präsentieren. Insgesamt werden 60 Aktien vorgestellt, die langfristig sowohl im Kurs, als auch in der Dividende steigen. Abgesehen davon gebe ich mit meinem Depot-Tracker ein geniales Tool mit an die Hand, um die eigene Performance noch besser im Auge zu behalten.

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