Monatliche Dividende

Durch monatliche Dividenden ein passives Einkommen erzielen

 

Was ist eine monatliche Dividende?

 

Aktiengesellschaften teilen ihr Grundkapital in Aktien auf, die sie an verschiedene Investoren verkaufen. Die Aktionäre erhoffen sich aus einer Investition in Aktien sowohl Kursgewinne als auch einen Anteil am Gewinn des Unternehmens. Der Gewinnanteil wird in Form einer Dividende an die Anteilseigner ausgezahlt. Das deutsche Aktiengesetz bezeichnet die Dividende als auszuschüttenden Betrag. Der Vorstand einer Aktiengesellschaften schlägt die Höhe der Dividendenzahlung an die Aktionäre vor. Anschließend muss die Hauptversammlung ihre Zustimmung zu der Ausschüttungshöhe geben. Dazu ist die einfache Mehrheit aller Teilnehmer an der Hauptversammlung ausreichend.

Im deutschen Aktiengesetz ist geregelt, dass die Aktionäre den Ertrag aus ihrer Investition einmal im Jahr erhalten. Bis Ende 2016 erfolgte die Ausschüttung der Dividenden einen Tag nach der Hauptversammlung des Unternehmens. Seit dem 1. Januar 2017 gilt eine Änderung des Aktiengesetzes, wonach die Dividenden am dritten Bankarbeitstag nach der Hauptversammlung an die Anteilseigner überwiesen werden. In anderen Ländern, wie Großbritannien, Spanien, den Niederlanden und vor allem in den USA zahlen Aktiengesellschaften vierteljährliche oder sogar monatliche Dividenden aus. Einige Firmen entscheiden sich im Rahmen der legalen Bedingungen ihres Landes freiwillig zu den unterjährigen Dividendenzahlungen. Andere Betriebe sind per Gesetz dazu verpflichtet, Gewinne monatlich an ihre Anteilseigner auszuschütten. Dafür erhalten die Unternehmen Steuervorteile oder andere staatliche Vergünstigungen.


 

Passives Einkommen aus monatlichen Dividenden

 

Anleger, die in Aktien deutscher Unternehmen investieren, erhalten die Dividendenzahlungen nur einmal im Jahr. Wie ein Blick in einen Dividendenkalender zeigt, halten viele deutsche Aktiengesellschaften ihre Hauptversammlung im Frühjahr und Sommer ab. Vor allem in den Monaten April bis Juni finden zahlreiche Ausschüttungen der in der Hauptversammlung beschlossenen Dividenden statt, während zum Ende des Jahres nur noch wenige Gesellschaften die Aktionäre zu einer Versammlung einladen. Auch wenn ein Anleger Aktien von mehreren Unternehmen besitzt, erhält er nicht jeden Monat eine Dividende ausgezahlt.

Durch den Kauf ausländischer Papiere kann ein Investor ein regelmäßiges passives Einkommen aufbauen. Vor allem amerikanische Unternehmen aus der Immobilienbranche nutzen die Steuervorteile, die ihnen das Gesetz bietet, wenn sie als Real Estate Investment Trust (REIT) tätig sind. Um die Steuervorteile zu erhalten, müssen sich die Firmen verpflichten, bis zu 90 % ihrer Gewinne an die Anteilseigner auszuzahlen. Die Ausschüttungen finden monatlich statt, sodass die Anleger jeden Monat eine Gutschrift auf ihrem Konto erhalten. Investoren mit einem hohen Aktienbestand können ein regelmäßiges Einkommen erzielen, das dem Gehalt aus einer bezahlten Arbeit entspricht.


 

Vorteile und Nachteile monatlicher Dividenden

 

Regelmäßige monatliche Dividenden sind entweder ein zusätzlicher Verdienst für einen Anleger oder sie können sogar ein Gehalt ersetzen. Je mehr Aktien mit monatlicher Dividende ein Investor besitzt, umso höher fällt die Gutschrift auf seinem Konto jeden Monat aus. Das Geld kann der Aktionär entweder für den täglichen Lebensunterhalt verwenden oder er reinvestiert die Dividenden. Bei einer Reinvestition erhöht sich die Dividendenrendite, weil der Anleger einen Zinseszinseffekt erzielt. Dabei müssen die Investoren aber beachten, dass eine monatliche Dividende in der Regel erheblich geringer ausfällt als eine Dividende, die am Ende eines Geschäftsjahres gezahlt wird. Nur durch den Besitz vieler Aktien mit monatlicher Dividendenzahlung lässt sich ein nennenswertes Einkommen erzielen.

Ein Nachteil monatlicher Dividendenzahlungen aus Aktien von US-Unternehmen liegt in dem größeren Verwaltungsaufwand bezüglich der Versteuerung. Der amerikanische Fiskus berechnet 30 % Quellensteuer. Diese Steuer können deutsche Aktionäre auf 15 % halbieren, wenn sie an die depotführende Bank in Deutschland das ausgefüllte und unterschriebene Formular W-8BEN senden. Mit diesem Formular bestätigt der Anleger, dass er nicht der amerikanischen Steuerpflicht unterliegt. Dadurch wird die Quellensteuer der USA im Rahmen eines Doppelbesteuerungsabkommens mit Deutschland halbiert. Nach Gutschrift der Dividende werden zusätzlich 10 % deutsche Abgeltungssteuer fällig, da der Steuersatz für Kapitalerträge in Deutschland bei 25 % liegt.


 

Das Risiko von Kursschwankungen beachten

 

Viele Unternehmen, die eine monatliche Dividende auszahlen, unterliegen besonderen gesetzlichen Bestimmungen. Dabei profitieren die Gesellschaften von Steuervorteilen oder anderen Vergünstigungen, durch die sie Geld sparen können. Häufig handelt es sich um Firmen, die in der Immobilienbranche tätig sind oder die sich um die Energieversorgung des Landes oder einer bestimmten Region kümmern. Um die finanziellen Vorteile und Vergünstigungen zu erhalten, stellt der Staat Bedingungen, die das begünstigte Unternehmen erfüllen muss. Zu diesen Bedingungen zählt häufig die Aufforderung, bis zu 90 % der erzielten Gewinne an die Aktionäre auszuschütten.

Wenn ein Betrieb jeden Monat maximal 10 % seiner Gewinne behalten darf, kann die Geschäftsleitung fast keine Investitionen einplanen. Das gilt sowohl für die Anschaffung neuer Maschinen als auch für die Aufstockung des Personals oder die Suche nach neuen Geschäftsräumen. Selbst Gehaltserhöhungen für die Angestellten und die Geschäftsführer sind nur in sehr geringem Umfang möglich, sodass häufig eine hohe Fluktuation innerhalb der Belegschaft herrscht. Daher kann das Unternehmen den Anschluss an die Konkurrenten verlieren und der Aktienkurs verliert an Wert. Darum unterliegt das Depot von Anlegern, die ein passives Einkommen durch monatliche Dividenden erzielen, einem erhöhten Risiko von Kursschwankungen!