Diversifikation mit Dividenden Fonds

 

Was sind Dividenden Fonds?

 

Mit einem Dividenden Fonds erhalten Anleger die Möglichkeit in ein Portfolio von Aktien zu investieren, welche die stärksten Dividendenrenditen aufweisen. Grundsätzlich gilt, dass wer in Aktienwerte investieren möchte und sich nicht selbst mit der Auswahl einzelner Aktien beschäftigen will oder kann, der ist damit gut beraten in einen Investmentfonds zu investieren. Hier stellen erfahrene Fondsmanager nach bestimmten Kriterien ein Aktienportfolio zusammen, an dem sich die Käufer des Fonds anteilig beteiligen. Das Risiko des Anlegers wird so auf mehrere Unternehmen gestreut und insgesamt minimiert.

Dividenden Fonds haben, anders als bei den meisten Aktienfonds, nicht das vorrangige Ziel von Aktienkurssteigerungen zu profitieren. Das Ziel eines Dividenden Fonds ist es, den Anleger an einer jährlichen und stetig steigenden Ausschüttung der Dividende teilhaben zu lassen. Dividenden Fonds kombinieren damit die Vorteile einer dividendenorientierten Anlagestrategie mit denen einer diversifizierten Aktienanlage. Dabei nehmen bevorzugt Aktien defensiver Branchen Einzug in Dividenden Fonds. Hierbei handelt es sich um Branchen, die in konjunkturschwachen Marktphasen vergleichsweise geringen Kursschwankungen unterliegen, wie die Gesundheits- oder die Konsumindustrie. Diese Branchen profitieren zwar nur unwesentlich von Konjunkturaufschwüngen, passen aber aufgrund ihrer beständig ausgeschütteten Rendite gut in ein dividendenorientiertes Portfolio hinein.


 

Warum Anleger in Dividenden Fonds investieren sollten?

 

Wer in Dividenden Fonds investiert, beteiligt sich an namhaften nationalen und internationalen Konzernen. Es sind vorwiegend ertragsstarke und gesunde Unternehmen mit ausgereiften Geschäftsmodellen, die stetig steigende Dividenden ausschütten. Je nach Anlagestrategie des Fondsmanagement beinhalten Dividenden Fonds neben den erfolgreichsten Dividendenaktien, den so genannten Dividenden-Aristokraten, etablierte Unternehmenswerte, die über langjährige positive Dividendenhistorien verfügen. Daher eignen sich Dividenden Fonds besonders für langfristige Anlagestrategien sowie für Investoren, die gerne jährliche Ausschüttungen erhalten möchten. Auch ein langfristiger Vermögensaufbau kommt mit Hilfe thesaurierender Dividenden Fonds in Frage. So lassen sich mit Dividenden Fonds leicht Renditen in Höhe von 4 bis 8 Prozent erwirtschaften.


 

Darauf sollten Anleger achten

 

Bei Dividenden Fonds gilt es, zwischen aktiv gemanagten und passiven Indexfonds (Dividenden ETF's) zu wählen. Während passive Indexfonds Aktienindizes exakt nachbilden, wählen Fondsmanager aktiv gemanagter Dividenden Fonds ihre Titel frei aus. Dies hat einige Vorteile. Das Fondsmanagement kann die Gewichtung seines Portfolios individuell bestimmen. Es lässt Branchenüberlegungen sowie Analysen über zukünftige Gewinnerwartungen einzelner Unternehmen mit in seine Kauf- und Verkaufsentscheidungen einfließen. Aktive Fondsmanager betrachten die Dividendenrendite nicht als isoliertes Kriterium. Sie analysieren Geschäftsmodelle und wählen Titel von gesunden Unternehmen mit positiven Zukunftsaussichten. Sie können sich daher auch besser vor der Renditefalle schützen: Da die Dividendenrendite das Verhältnis der zuletzt gezahlten Dividende zum aktuellen Aktienkurs darstellt ergibt sich rein rechnerisch eine Verbesserung der Dividendenrendite, wenn der Aktienkurs fällt. Fallende Kurse sprechen allerdings offensichtlich nicht für eine positive Zukunftsprognose des Unternehmens. Dementsprechend stellt die plötzliche Verbesserung von Dividendenrenditen ein Warnhinweis dar. Ein aktives Fondsmanagement kann auf solche und weitere aktuelle Geschehnisse schnell reagieren und Aktien mit starken Kurseinbrüchen aus dem Fonds entfernen. Ein Indexfonds verbleibt hier starr.

Die Ausschüttungspolitik des Aktienunternehmens ist ein weiteres Kriterium auf das Fondsmanager eines aktiv gemanagten Dividenden Fonds achten. Werden Dividenden in einer Höhe ausgezahlt, welche die Unternehmensgewinne alleine nicht hergeben? Werden keine neuen Reserven gebildet oder gar Kredite aufgenommen, um Dividendenausschüttungen zu finanzieren?

 

Kurzfristig lassen sich durch ein aktives Fondsmanagement Risiken minimieren. Langfristig können jedoch nur wenige aktiv gemanagte Dividenden Fonds den jeweiligen Index schlagen. Die Gefahr aufgrund von Fehlentscheidungen des Managements schlechter als der Index abzuschneiden ist groß. Auch sind die Kosten für einen aktiv gemanagten Dividenden Fonds höher als für einen reinen ETF-Indexfonds. Zu nennen sind hier der Ausgabeaufschlag sowie die jährlichen Managementgebühren, die zu Lasten der Fondsperformance gehen.


 

Dividendenrendite als Alternative zu Zinsprodukten?

 

Vor dem Hintergrund niedriger Renditen auf dem Rentenmarkt stellt für viele Anleger die Investition in Dividenden Fonds eine Alternative dar. Dies ist jedoch eine stark vereinfachte Vorstellung. Das Chancen-/ Risikoverhältnis von Aktien und verzinslichen Anlageprodukten unterscheidet sich stark voneinander. Während die Investition in Zinsprodukte ein kalkulierbares und vergleichsweise geringes Risiko mit sich bringt, handelt es sich bei einer Investition in Aktien immer um eine risikoreiche und unkalkulierbare Unternehmensinvestition. Käufer von dividendenorientierten Aktienfondsanteilen beteiligen sich am Unternehmensgewinn oder Verlust. Dividenden Fonds unterliegen mitunter stärkeren Kursschwankungen als andere Aktienfonds. Es können weder der Kurspreis der Aktie noch die zukünftigen Gewinnausschüttungen genau vorhergesagt werden. Es handelt sich lediglich um Schätzungen und Vermutungen, in der Regel basierend auf Beurteilungen der historischen Entwicklung des Unternehmens. Wie schnell sich die Gewinnaussichten eines Unternehmens jedoch ändern können lässt sich anhand der Automobilbranche veranschaulichen. Dennoch gehören Aktien in ein diversifiziertes Anlageportfolio und über Dividenden Fonds ist dies unter Berücksichtigung einer optimalen Risikostreuung möglich.